Ertragreicher Winterweizen im Öko-Anbau
Die Landessortenversuche mit Öko-Winterweizen haben im Jahr 2026 gute Erträge erbracht – trotz starker Trockenheit zur Kornfüllung. Dr. Claudia Hof-Kautz, Landwirtschaftskammer NRW, stellt die Ergebnisse der Sortenprüfung vor und gibt eine Anbauempfehlung.
Für den Winterweizen war die Saison anfänglich bis ins Frühjahr hinein recht gut mit regelmäßigen Niederschlägen und wüchsigem Wetter. Ab Mai drehte sich das Blatt und es wurde oft zu heiß und zu trocken – bis in den Juli hinein. Daher lagen die Erträge dieses Jahr eher unter dem Ertragsniveau des Traumjahres 2025. Alle drei Standorte in NRW lieferten jedoch 2026 gute durchschnittliche Erträge zwischen 51,6 und 53,4 dt/ha im Versuchsmittel des jeweiligen Standorts.
Auch die Qualitäten, also die Protein- und Klebergehalte sowie der Sedimentationswert, waren in NRW gut. Die Fallzahlen lagen insgesamt gut, auch wenn sie bei einigen Sorten in Warstein und Lemgo etwas niedriger lagen. Bei der Tausendkornmasse war 2026 ein leichter Abfall am jeweiligen Standort zu verzeichnen. Zu kleine Körner, wie es in der Praxis vielfach beobachtet wurde, traten allerdings nicht auf. Dennoch fehlte offenbar am Ende die Kornfüllung aufgrund der Trockenheit. Gelbrost ist nicht mehr grundlegend das Thema in den Öko-Landessortenversuchen bei Winterweizen – Braunrost, Blattseptoria und DTR werden teilweise dagegen mehr beobachtet. Auf Ährenfusariosen sollte ebenso mehr geachtet werden.
Mehr in LZ 39-2026 ab S. 24.
