Landwirtschaft trifft Feuerwehr
Feldbrände: Pilotprojekt für bessere Zusammenarbeit in Titz erfolgreich gestartet
Feldbrände stellen in den Sommermonaten eine besondere Herausforderung dar. Vor allem die gezielte Einbindung von Landwirten und ihren Gerätschaften kann die Arbeit der Feuerwehr entscheidend unterstützen. Beispiele sind das schnelle Anlegen von Wundbrandstreifen in Beständen oder der Wassertransport mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, wie zum Beispiel Güllefässern. Um die Zusammenarbeit künftig noch effektiver zu gestalten, trafen sich kürzlich auf Einladung der Feuerwehr Titz Feuerwehreinheiten und Landwirte aus der Kommune zu einem Erfahrungsaustausch. Initiator und Wehrleiter Stefan Giesen hatte dafür ein vielseitiges Infoprogramm auf dem Acker vorbereitet – darunter Pump- und Roll-Löschmaßnahmen bei Feldbrand, das Anlegen einer Riegelstellung durch die Feuerwehr sowie der Aufbau von Wasserübergabepunkten direkt auf dem Feld aus dem Güllefass.
Neben den praktischen Demonstrationen standen vor allem das Kennenlernen und der Austausch im Mittelpunkt. Landwirte brachten zahlreiche Anregungen ein – etwa zur Nutzung bestehender Wasserleitungen von Beregnungsanlagen oder zur Einbindung von Tiefbrunnen in der Gemarkung.
„Wir sind sicher, dass uns diese Kooperation auch bei anderen Einsatzlagen, wie etwa bei Sturm und Unwetter, sehr hilfreich sein kann“, fasst Stefan Giesen zusammen. Aufgrund der positiven Resonanz wird das Pilotprojekt fortgeführt. Das nächste Treffen ist für den Winter angesetzt.
Peter Berndgen
