11.06.2025

Mit Bio-Strip-Till erfolgreich im Maisanbau

Foto: Michael Gersmann

Der Zwischenfruchtanbau hat in den letzten zehn Jahren stark an Bedeutung zugenommen. Die Landwirtschaftskammer NRW führt daher praxisnahe Versuche zum Bio-Strip-Till-Verfahren auf Demoanlagen in NRW durch. Michael Gersmann, Landwirtschaftskammer NRW, fasst die Ergebnisse dazu aus den letzten Jahren zusammen.

Um die Vorteile verschiedener Pflanzen gezielter nutzen zu können, werden von der Landwirtschaftskammer NRW seit Herbst 2020 auf einem Modellbetrieb in Tecklenburg Demoanlagen im Bio-Strip-Till-Verfahren angelegt. Bei diesen sind die Zwischenfrüchte jeweils streifenweise – entsprechend dem künftigen Maisanbau – ausgesät. In den künftigen Maisreihen wurden Lupinen und Klee im Abstand von 75 cm gesät. Sie sollen Nährstoffe für den Mais sammeln und ihm diese im Folgejahr zur Verfügung stellen.

Zwischen den Reihen wurde Rauhafer ausgebracht, um Unkraut zu unterdrücken und den Boden abzudecken. Anfangs war dieses System zudem als Glyphosatersatz gedacht – es erwies sich jedoch als unpraktikabel. In der Regel funktioniert die Unkrautunterdrückung im Herbst gut. Da es sich hier aber um abfrierende Zwischenfrüchte handelt, war die Unkrautunterdrückung im Frühjahr schlechter.

Doch die Methode dient nicht nur der Bodenvorbereitung, sondern auch der Sammlung und Freisetzung von Nährstoffen für den nachfolgenden Maisanbau. Insbesondere der Rauhafer spielt dabei eine bedeutende Rolle, da er den Reststickstoff aus dem Boden aufnimmt und für den Mais verfügbar macht. Die Leguminosen in den zukünftigen Maisreihen sollen ebenfalls Nährstoffe für den Mais aufschließen. Entsprechend wurde versucht, ­Leguminosen auszuwählen, die nach dem Abfrieren ein möglichst dunkles Stroh haben, um im Frühjahr eine bessere Bodenerwärmung in der Maisreihe zu ermöglichen. Über die Versuchsjahre stellten sich dazu als beste Komponenten Ackerbohnen und Alexandrinerklee heraus.

Mehr in LZ 24-2025 ab S. 27


 

 

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