Neuer Fördertopf für Innovationen
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) stellt 3 Mio. € bereit, um innovative Pflanzenschutzverfahren zur Praxisreife zu bringen. Schädlinge wie die Schilf-Glasflügelzikade und der Japankäfer breiteten sich aus und stellten eine wachsende Gefahr für die Land- und Gartenbauwirtschaft dar, begründete das Ministerium sein finanzielles Engagement. Begünstigt werde diese Entwicklung unter anderem durch den Klimawandel und den internationalen Reiseverkehr. Um die Betriebe vor erheblichen Ernteverlusten zu schützen, seien neue Bekämpfungsmethoden erforderlich. Die Förderung richtet sich dem Ministerium zufolge insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups. Auch Forschungseinrichtungen können sich beteiligen, sofern sie mit diesen Unternehmen zusammenarbeiten. Förderfähig ist laut BMLEH zum einen die Entwicklung von Verfahren, mit denen Schädlinge im Feld frühzeitig aufgespürt werden können. Dazu zählt das BMLEH beispielsweise digitale Systeme, die einen Befall mithilfe von Sensoren, Kameras oder Drohnen erkennen. Zum anderen können neue Verfahren zur Schädlingsbekämpfung und -vorbeugung gefördert werden. Dazu gehören Maßnahmen mit geringem Risiko für Umwelt und Anwender, biologische Methoden, intelligente Fallensysteme sowie biotechnische Ansätze.
AgE
