Das weiße Gold von Usbekistan
Einst ein viel besungenes Land an der Seidenstraße. Dann kamen die Baumwolle und der schlechte Ruf. Usbekistan hat sich aufgemacht, daran etwas zu ändern – und hat in nur wenigen Jahren viel geschafft.
„Uns geht es gut hier“, sagt Landwirt Shavkat Khamidov strahlend. Goldzähne blinken aus dem Mund, die Schiebermütze sitzt ihm keck auf dem Kopf. Er ist in einem landwirtschaftlichen Betrieb, der aus der einstigen Kolchose Kommunizm entstanden ist, für den Anbau von Baumwolle zuständig. Auf dem Betrieb sind 40 ha Fläche mit Baumwolle bepflanzt und 200 ha mit Weizen. Beides werde in Rotation angebaut, wie er erzählt. Es gibt auch Tierhaltung, darunter rund 100 Jaydari-Rinder für die Produktion von Fleisch und Milch. Der Betrieb liegt am Ortsrand der Bezirkshauptstadt Namangan im fruchtbaren Ferghanatal. Baumwolle wird in dieser Region – 300 km südöstlich der usbekischen Hauptstadt Taschkent – viel angebaut und Baumwollfelder bestimmen das Landschaftsbild.
Petra Jacob
Mehr lesen Sie in LZ 45 ab S. 66.
