15.05.2024

Resilienz wird gesteigert

Foto: imago/Joerg Boethling

Der regenerative Ackerbau, also eine reduzierte Bearbeitung und eine dauerhafte Bedeckung des Bodens, fördert die Resilienz von Böden im Klimawandel. Dieses zentrale Ergebnis hat die erste Phase des Projekts „Anpassung an den Klimawandel in Hessen – Erhöhung der Wasserretention des Bodens durch regenerative Ackerbaustrategien“ (AKHWA) gebracht, das seit Sommer 2020 unter Leitung der Universität Kassel durchgeführt wurde. Nach Angaben der Forschenden konnte der Kohlenstoffgehalt in den oberen 100 cm des Bodens durch eine reduzierte Bodenbearbeitung und Kompostgaben um bis zu 27 % erhöht werden. Dadurch sei der Boden besser in der Lage, Nährstoffe und Wasser zu speichern und zu halten. Starkregen könne besser aufgenommen werden, und der Boden trockne nicht so schnell aus. Zudem konnte das Forschungsteam nachweisen, dass eine Mulchdecke den Boden deutlich kühlen und Wasser speichern kann. Solche positiven Wirkungen der regenerativen Landwirtschaft steigerten die Resilienz des Bodens und der Bodenstruktur gegenüber extremen Wetterbedingungen. Zugleich zeigten erste Ergebnisse des Forschungsprojekts trotz der erhöhten Kohlenstoff- und Nährstoffgehalte der Böden bisher keine Erhöhung der Treibhausgasemissionen.