07.02.2024

Spielen mit Kostümen

Foto: Sigrid Tinz

Nicht nur zur Karnevalszeit, auch zu Halloween und gerne mal zwischendurch: Kinder lieben es, sich zu verkleiden. Das ist nicht nur ein riesiger Spaß, sondern fördert auch ihre Entwicklung in vielerlei Hinsicht. Wenn die Kleinen in verschiedene Rollen schlüpfen, in fantasievolle Welten eintauchen und das Leben aus neuen Perspektiven sehen, fördert das ihre soziale und emotionale Intelligenz. Deshalb: Egal, ob Sie als Familie viel für Karneval und Co. übrig haben, Kostüme hat man nie genug.

Spielvergnügen

Eine gut gefüllte Verkleidungstruhe ist außerdem Gold wert, wenn am Wochenende schlechtes Wetter oder Krankheit einen Strich durch andere Pläne machen. Um die Truhe – es kann auch ein Koffer oder eine Reisetasche oder ein Schrankfach sein – zu füllen, braucht es nicht viel Geld. Zusammengesuchte Altkleider und Erbstücke aus der Verwandtschaft, dazu Schals, Tücher, Decken, Gürtel, alte Brillen, Schmuck und vor allem Hüte sind ein perfekter Fundus, mit dem sich immer wieder neue Ideen umsetzen lassen.

Das ist nicht nur nachhaltig und preiswert, sondern macht das Verkleiden für die Kinder doppelt gut: Wenn sich die Kids ihr Outfit selbst zusammensuchen, statt in ein fertiges Kostüm von der Stange zu schlüpfen, schulen sie auch noch Motorik und Kreativität. Zum Beispiel ein altes gestreiftes T-Shirt zerlöchern, einer Trainingshose zackige Fransen in den Beinabschluss schneiden, Gürtel drum und ein Tuch um den Kopf – schon steht da ein Pirat. Decken und große Schals werden zum Superheldenumhang oder zur königlichen Robe. An einen Gürtel werden verschiedene Tüllstücke oder andere Stoffbahnen geknotet – fertig ist der schwingende Reifrock.

Passende Accessoires

Stellen Sie den Kindern zusätzlich noch alte Zeitungen, Kartons, Stöcke, Schnur, Schere, Tacker und Klebstoff zur Verfügung – je nach Alter versteht sich. Dann können sich die kleinen Verwandlungskünstler passende Accessoires schnell und vor allem individuell selber basteln. Leere Geschenkpapierrollen werden zu Laserschwertern, bunt umwickelte Äste zu Zauberstäben. Aus Reisig und Stöcken wird ein Besen für den Ritt des Druiden. Aus Zeitungspapier geschnittene Zacken mit dem Tacker an einen alten Hoodie heften, von der Kapuze bis zum Rücken – fertig ist der Drache. Alien wird man mit einem wild bemalten Luftballon in der Kapuze. Ein Blatt Papier mit Augenlöchern und Kleister eingestrichen und mit Blättern beklebt, wird zur Waldmonstermaske, aus einer leeren PET-Flasche mit wenigen Schnitten eine kleine Strahlenkrone. Piratenhüte, Ritterschilde, Römerhelme und andere Kopfbedeckungen und sogar ganze Rüstungen lassen sich ebenfalls aus Papier und Pappe fertigen.

Kronen aus Pappe oder Masken aus alten Kartons sind außerdem weit preiswerter – und schadstofffreier – als das, was im Handel an Kunststoffutensilien angeboten wird. Wenn die Kinder ihre Verkleidungskunstwerke kreativ bemalen wollen, brauchen sie noch Pinsel und Farbe. Oft macht das Entwerfen und Werkeln ja genauso viel Spaß wie das eigentliche Spiel damit.

Sigrid Tinz