26.06.2024

Unterzeichnung am Feldrand

Foto: Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Ein Feldrand in Kamp-Lintfort bot am 12. Juni die passende Kulisse für die Unterzeichnung eines neuen Naturschutzprojekts im Kreis Wesel. Landrat Ingo Brohl, Elke Gaedeke, Schatzmeisterin der Kreisjägerschaft Wesel, und Bernhard Conzen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, unterzeichneten eine Vereinbarung für das fünfjährige Projekt „Wertvoller Lebensraum für Arthropoden, Feldvögel und Niederwild“. Als Nachfolgeprojekt des vom Kreis Wesel geförderten Projekts „Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung von Arthropoden im Kreis Wesel“ der Stiftung sowie dem gemeinsam mit der Kreisjägerschaft umgesetzten Projekt „Eine Chance für das Niederwild und Insekten“ sollen die positiven Erfahrungen aus beiden Projekten nun gebündelt in einem Projekt weitergeführt werden.

„Zu den Besonderheiten unseres Niederrheinkreises gehört ohne Zweifel unsere vielfältige Natur. Ziel des Kooperationsprojekts ist es, weiterhin ganz konkret wertvollen Lebensraum für Niederwild, Feldvögel und Arthropoden, wie beispielsweise Käfer und Spinnen, nachhaltig zu fördern“, begründete Landrat Ingo Brohl die Weiterführung des Naturschutzengagements im Kreis.

In enger Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten im Kreis wird ein Schwerpunkt der Umsetzung aus Maßnahmen bestehen, die aufgrund ihrer Ausgestaltung besonders geeignet sind, um dem Rückgang der Feldvogelarten, Arthropoden und des Niederwilds entgegenzuwirken, und sich dabei problemlos in landwirtschaftliche Betriebsabläufe integrieren lassen.

„Auf mehr als 50 ha Acker- und Grünlandflächen werden Naturschutzmaßnahmen, wie beispielsweise Saumstreifen, Wildäcker oder Altgrasstreifen, auf freiwilliger Grundlage umgesetzt. Hierzu werden Maßnahmenkombinationen räumlich aufeinander abgestimmt, um einen strukturreichen Lebensraum zu ermöglichen, der den unterschiedlichen Ansprüchen von Feldvögeln und Niederwild im Jahresverlauf entspricht“, fasste Bernhard Conzen die Projektinhalte zusammen.

Elke Gaedeke ergänzte: „Wir freuen uns, dass durch die enge Zusammenarbeit mit den reviervertrauten Jägerinnen und Jägern die Maßnahmen gezielt in den jeweiligen Revieren angelegt werden können, um dem Rückgang der Niederwildarten wie Rebhuhn, Feldhase und Fasan nachhaltig entgegenzuwirken.“

Der Kreis Wesel finanziert das Projekt durch Ersatzgelder, die ausschließlich für Maßnahmen zur Entwicklung der Landschaft zur Verfügung stehen. Darüber hinaus bringen sich die Kreisjägerschaft Wesel beratend und die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft sowie der Kreis Wesel mit eigenem Personal in das Projekt ein.