Weidesysteme und Weidestrategien im Vergleich
Wenn von Weidehaltung gesprochen wird, tauchen schnell Begriffe wie Kurzrasenweide, Umtriebsweide, Portionsweide, Joggingweide oder auch Mob-Grazing auf. Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen und wo liegen die Unterschiede? Anne Verhoeven und Dr. Edmund Leisen, Landwirtschaftskammer NRW, geben einen Überblick.
In der Weidepraxis sind verschiedene Weidesysteme und Strategien entstanden, um die unterschiedlichen geologischen, klimatischen und betrieblichen Bedingungen bestmöglich zu berücksichtigen und zu nutzen.
Grundsätzlich erfolgt eine Weidehaltung meist auf Dauergrünland, aber auch auf Kleegras- und Luzernegrasflächen. Weidesysteme unterscheiden sich vor allem im Tierbesatz, in Ruhezeiten und damit einhergehend in angestrebten Aufwuchshöhen. Das Weidesystem richtet sich nach der standortangepassten, optimalen Ausnutzung des Graszuwachses und der Arbeitswirtschaftlichkeit. Die Weidestrategie ist abhängig von den vorhandenen weidefähigen Flächen, dem Witterungsverlauf und damit von der täglichen Weidedauer und dem Ausmaß der Zufütterung im Stall.
Mehr in LZ 22-2026 ab S. 31.
