12.08.2026

Weniger Geflügelfleisch produziert

Foto: imago/Marius Schwarz

Deutschland hat etwas mehr Schweinefleisch erzeugt, während Rindfleisch unverändert blieb

Die Produktion von Geflügelfleisch in Deutschland ist zuletzt zurückgegangen. Das zeigen aktuell vorgelegte Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres schlachteten die gewerblichen Schlachtunternehmen hierzulande insgesamt 343,2 Mio. Tiere verschiedener Geflügelarten – 0,8 % weniger als im Vergleichszeitraum 2025. Die Produktionsmenge von Geflügelfleisch sank um 24 900 t beziehungsweise 3,2 % auf rund 755 000 t. Grund für die Entwicklung dürfte die weitere Einschränkung der Putenhaltung in Deutschland sein. Zwar liefert Destatis zu den Zahlen keine Erläuterung, doch aus der Produktionsstatistik für 2025 geht hervor, dass die Geflügelproduktion damals nur deshalb konstant ausfiel, weil die Hähnchenproduktion zulegte. Die Erzeugung von Putenfleisch ging da­gegen zurück, was Marktanalysten auf vergleichsweise hohe Produktionskosten und eine rückläufige Kundennachfrage zurückführen – das preiswertere Hähnchenfleisch landete häufiger im Einkaufswagen.

Die Rindfleischerzeugung in Deutschland blieb im ersten Halbjahr 2026 laut Destatis weitgehend unverändert. Die Zahl der geschlachteten Rinder sank um 1 900 oder 0,1 % auf 1,4 Mio. Tiere. Da­raus wurden 462 200 t Rindfleisch erzeugt – 600 t beziehungsweise 0,1 % weniger als im Vergleichszeitraum 2025.

Unterdessen gab es in der Schweinefleischproduktion einen moderaten Zuwachs. An den Haken kamen 22,2 Mio. Tiere, 107 000 beziehungsweise 0,5 % mehr als in den ersten sechs Monaten 2025. Der Anstieg resultiert daraus, dass mehr Tiere inländischer Herkunft geschlachtet wurden: Ihre Zahl erhöhte sich um 163 800 oder 0,8 % auf 21,9 Mio. Dagegen sank die Zahl der geschlachteten Schweine ausländischer Herkunft um 14,0 % auf 349 200. Die insgesamt erzeugte Schweinefleischmenge betrug 2,2 Mio. t; das waren 0,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

AgE


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