3 °C mehr bringen Vorteile
In der Praxis liegen die Stalltemperaturen oft über den Empfehlungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Daher wurde in einem Versuch geprüft, wie sich unterschiedliche Stalltemperaturen auf die Leistungen der Mastschweine auswirken. Andrea Meyer und Wolfgang Vogt, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, stellen die Ergebnisse vor.
In der Leistungsprüfungsanstalt Quakenbrück wurden 200 kupierte Ferkel – Topigs Norsvin, Pietrain Select x Topigs TN 70 – nach Gewicht und Geschlecht auf zwei Gruppen in fünf baugleichen Abteilen verteilt und bei unterschiedlicher Stalltemperatur gehalten. Im Transparenten Stall der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erfolgte in der Kontrollgruppe „Kalt“ mit 120 Tieren die Temperaturführung nach der Stalltemperaturkurve der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die beiden Abteile der Versuchsgruppe „Warm“ mit 80 Tieren wurden rund 3 °C wärmer gefahren.
Pro Abteil wurden in vier Buchten je zehn Tiere gehalten. In jeder Bucht war eine Futterstation mit Einzeltiererkennung über Transponder-Ohrmarken installiert. Neben dem Gülleanfall wurden auch die Tränk- und Prozesswassermengen mittels Ringkolbenzähler erfasst. Die vierphasige Trockenfütterung mit pelletiertem Fertigfutter erfolgte ad libitum. Die Tiere wurden bei jedem Futterwechsel gewogen.
Der Versuch lief von Mitte Dezember 2023 bis Anfang April 2024. Eine Übersicht zu den Planungen, Analysen und ersten Messungen sind in den Tabellen 1 bis 4 aufgeführt. Die geplanten Gehalte zur Fütterung wurden unter Berücksichtigung des Analysenspielraums bestätigt. In den ersten Tagen des Versuchs waren gleiche Temperaturen in allen Abteilen vorgesehen. Danach konnte der geplante Stalltemperaturunterschied von 3 °C realisiert werden.
Mehr in LZ 2025-29 ab S. 28.
