Auch guter Mais ist weiter als im Vorjahr
Unter wieder hochsommerlichen Verhältnissen lief in der vergangenen Woche die Ernte notreifer Maisbestände oder vertrockneter Teilbereiche an. Wie es in den Prüfbeständen aussieht und ob eventueller Regen helfen kann, beschreibt Norbert Erhardt, Landwirtschaftskammer NRW.
In entsprechenden Beständen haben die Pflanzen oft keinen Kolben angesetzt oder zeigen auch in weiten Bereichen oberhalb des Kolbenansatzes nur noch vertrocknetes Pflanzenmaterial. An den notreifen Pflanzen hängen die Kolben oder das, was davon übrig ist, mit vergilbten Lieschen bereits nach unten. Die ausgebildeten Körner sind nicht reif, sondern gummiartig reduziert. Komplett kolbenlose Pflanzen zeigen dabei regelmäßig noch einige wenige Blätter mit etwas Restgrün, da die letzten Assimilate nicht verlagert werden können.
Die tatsächlichen Trockenmassegehalte (T-Gehalte) der jetzt gehäckselten Partien dürften in weiten Bereichen je nach Kolbenanteil zwischen 25 und 30 % in der Gesamttrockenmasse schwanken. Da es an stabilisierender Kolbentrockenmasse fehlt, kommt es schnell zum Austritt von Sickersaft. Soll vergleichbarer Mais jetzt gehäckselt werden, ist darauf zu achten, dass Bestände oder auch Teilbereiche, die noch größere Anteile vitaler und grüner Blattmasse zeigen, möglichst stehen bleiben, da die Kolbenfüllung hier noch voll im Gange ist. Das Häckselgut kolbenloser oder extrem kolbenarmer Bestände sollte separat siliert und möglichst nicht zur Fütterung von Hochleistungstieren genutzt werden.
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