03.06.2026

Behörden stimmen zu

Foto: imago/Horst Galuschka

Fusion von Arla und DMK kann zum 1. Juni erfolgen

Die Fusion kann über die Bühne gehen. Gut ein Jahr nach Bekanntgabe der Fusionspläne zwischen dem dänisch-schwedischen Molkereiunternehmen Arla Foods und der deutschen DMK Group steht dem Zusammenschluss wohl nichts mehr im Weg. Alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen liegen vor, sodass der Schritt vo­raus­sicht­lich zum 1. Juni 2026 vollzogen werden kann. Das haben die Unternehmen am Donnerstag vergangener Woche mitgeteilt und sprechen von einem Meilenstein auf dem Weg zu dem geplanten Zusammenschluss.

Angekündigt hatten Arla und DMK ihre Fusionspläne – für die Branche überraschend – erstmals im April vergangenen Jahres. Im Juni stimmten dann die jeweiligen Gremien den Plänen zu und eigentlich sollte die Fusion bis Ende 2025 offiziell werden. Allerdings zog sich der Prozess bis zur behördlichen Genehmigung doch deutlich länger als erwartet.

Laut Darstellung von Arla und DMK entsteht mit dem Zusammenschluss Europas führende, von Landwirten getragene Molkereigenossenschaft und einer der stärksten milchverarbeitenden Akteure des Kontinents. Durch die Fusion entsteht ein Molkereiunternehmen mit einem Milchpool von jährlich 19,4 Mrd. kg und einem Pro-forma-Jahresumsatz von mehr als 20 Mrd. €. Die Fusion betrifft rund 11 200 Landwirte in sieben europäischen Ländern und 28 800 Mitarbeiter weltweit.

Wie bereits angekündigt, soll das fusionierte Unternehmen den Namen Arla tragen und seinen Hauptsitz im dänischen Viby haben, dem heutigen Hauptsitz von Arla Foods. Der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende von Arla Foods, Jan Toft Nørgaard, wird den Vorsitz eines neu formierten Kontrollgremiums übernehmen. Die stellvertretende Arla-Vorstandsvorsitzende Inger-Lise Sjöström steht ihm als Stellvertreterin zur Seite. Der stellvertretende Vorsitzende und Vorstandschef von Arla Foods, Peder Tuborgh, wird das neue Unternehmen als CEO führen. Ingo Müller, CEO der DMK Group, tritt als Executive Vice President (EVP) für die Integration in die Geschäftsleitung von Arla ein.

Mit ihrer Fusion wollen Arla und DMK laut eigenen Angaben eine stabile Milchwirtschaft und -produktion in Europa sichern. Der Zusammenschluss baut den beiden Unternehmen zufolge auf einer langjährigen, bewährten Partnerschaft, gemeinsamen Werten und sich ergänzenden Stärken auf. Beide Unternehmen verbindet bereits seit etwa zehn Jahren eine Kooperation in ihrem Joint-Venture ArNoCo.

Kritisch zur genehmigten Fusion von Arla und DMK äußerte sich unter anderem die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Die AbL-Bundesvorsitzende Claudia Gerster sagte: „Wir sind absolut empört, dass die Belange der Bäuerinnen und Bauern offenkundig viel zu wenig berücksichtigt wurden und die Fusion ohne eine vertiefte Prüfung durchgewunken wurde. Deshalb ist es umso notwendiger, dass die Bundesregierung bei der Umsetzung der EU-weiten Vertragspflicht keine Ausnahmen in Deutschland zulässt, um Bäuerinnen und Bauern darüber zu stärken und unsere wertvolle Arbeit auch entlohnt wird.“

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