Bündnis pocht auf Umsetzung
Die Zukunftskommission Landwirtschaft hält an ihren Empfehlungen fest
Auf den Tag genau fünf Jahre nach Vorlage der Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) hat sich das Agrar-Bündnis mit seinen 25 Mitgliedsverbänden zum damaligen Konsens bekannt. Zugleich forderten die Verbände die Politik bei einer Pressekonferenz auf, endlich die gemeinsam erarbeiteten Leitplanken für den Transformationspfad umzusetzen.
In den kommenden Monaten würden die entscheidenden Weichen für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 gestellt, betonte das Bündnis. Aus seiner Sicht geraten gerade die besonders nachhaltig, klima-, tier- und umweltorientiert wirtschaftenden Betriebe durch die aktuellen politischen Entwicklungen und die Vorschläge der EU-Kommission unter Druck.
Aufbauend auf einem gemeinsamen Runden Tisch mit Teilnehmenden aus Landwirtschaft, Naturschutz, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im April dieses Jahres stellten die Verbände zum ZKL-Jubiläum fünf Forderungen. Zum einen müsse die gemeinsame EU-Agrarpolitik in ihrem Kern erhalten bleiben und dürfe weder in ihrem Budget noch in ihren zentralen Instrumenten zugunsten anderer internationaler Herausforderungen geschwächt werden. Gleichzeitig sollten die Direktzahlungen, den Empfehlungen der Zukunftskommission folgend, schrittweise von der pauschalen Flächenprämie zu einer Honorierung gesamtgesellschaftlicher Leistungen weiterentwickelt werden. Darüber hinaus müssten faire Erzeugerpreise und Marktbedingungen geschaffen werden. Für den Bereich Tierhaltung und Tierschutz hätten die Empfehlungen der ZKL auch nach fünf Jahren nichts an ihrer politischen Notwendigkeit eingebüßt, bekräftigte Jenny Schlosser vom Deutschen Tierschutzbund. Schlosser kritisierte, dass wichtige Vorhaben eingestellt oder zurückgefahren worden seien, etwa das Bundesprogramm Umbau Tierhaltung.
AgE
