21.01.2026

Deutscher Anteil unter Durchschnitt

Foto: imago/Bihlmayerfotografie

Die jüngst von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Aussicht gestellten zusätzlichen 45 Mrd. € für die Gemeinsame Agrar­­politik (GAP) nach 2027 könnten sich unter den Mitgliedstaaten höchst unterschiedlich verteilen. Darauf weist zumindest der irische Agrar­­ökonom Prof. Allan Matthews in einem aktuellen Beitrag in seinem Blog hin. Er rechnet vor, dass insbesondere Mitgliedstaaten, die ab 2004 der Europäischen Union beigetreten sind, in sehr viel höherem Maße von den besagten Mitteln profitieren als die meisten langjährigeren Mitglieder der Gemeinschaft.

Das bisherige GAP-Mindestbudget von insgesamt 293,5 Mrd. € würde mit den zusätzlich mobilisierten Geldern um 15 % zulegen. Für Deutschland und Frankreich würden die zur Verfügung stehenden Mittel lediglich um 8 beziehungsweise 6 % anwachsen. Österreich und Irland würden ihr Mindestbudget nur um jeweils 4 % anheben können. Für Italien und Spanien läge der Aufwuchs dagegen bei 15 und 11 %. Mit deutlich höheren relativen Zugewinnen können laut Matthews die Slowakei, Polen und Ungarn rechnen. Hier würden 39, 35 und 29 % mehr GAP-Gelder zur Verfügung stehen.

Diese deutlichen Differenzen sind laut Matthews unter anderem in der je nach Mitgliedstaat unterschiedlichen Zuteilung der Leader-Programme begründet. Zuletzt hat unter anderem EU-Agrar­­kommissar Christophe Hansen mehrfach fest zugesagt, dass Leader fest in der GAP verankert bleiben soll.

AgE