06.05.2026

Einbruch der Tierzahlen droht

Foto: imago/Marius Schwarz

Bei der Initiative Tierwohl (ITW) droht mit der verpflichtenden Nämlichkeit ab 2027, die eine vollständige ITW-Beteiligung entlang der Produktionskette verlangt, ein erheblicher Einbruch der Tierzahlen. Diese Schlussfolgerung geht aus einer Umfrage der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hervor, die im März unter Sauenhaltern und Schweinemästern durchgeführt wurde. Laut der Auswertung droht ein massiver Ausstieg von ITW-Mästern aus dem System. Zwar gebe es auch Mäster, die ihre ITW-Teilnahme in die Nämlichkeit bringen oder neu in die ITW einsteigen wollten, doch nur etwa 11 % der nicht nämlichen ITW-Schweine könnten in die Nämlichkeit überführt werden. Damit würde sich die Zahl der ITW-Schweine um mehr als die Hälfte reduzieren und nur noch einen Anteil von 34,6 % der Mastplätze erreichen, erläuterte die ISN. Wichtigster Grund, weshalb Schweinemäster nicht in die ITW oder die Nämlichkeit einsteigen wollen, ist die Nicht-Teilnahme des aktuellen Ferkellieferanten. Außerdem wollen die Mäster langjährige Lieferbeziehungen nicht gefährden. Weitere Gründe sind Belastungen und Nebenkosten durch zusätzliche Audits und eine geringe Rentabilität von Investitionen. Ähnliche Gründe nennen auch Sauenhalter, die dem neuen System jedoch offener gegenüberstehen.

AgE