17.09.2025

Fit für die Landwirtschaft

Foto: Petra Jacob

Auf der Great Yorkshire Show – einer der größten Landwirtschaftsschauen ­Großbritanniens – verbinden sich Tradition und Trends.

Die viertägige Great Yorkshire Show gehört mit rund 140 000 Besuchern zu den größten Landwirtschaftsschauen Großbritanniens. Die erste Show fand 1838 statt und wurde an verschiedenen Orten in der Region Yorkshire ausgetragen, bevor sie sich in Harrogate etablierte. Mitte Juli dieses Jahres fand sie zum 166. Mal statt. Traditionell stehen die landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Tiere sowie die neuesten Maschinen und Techniken im Mittelpunkt. Diesmal legten die Veranstalter einen Fokus auf das Thema Gesundheit in der Landwirtschaft.

Kopf frei

„In der Landwirtschaft ist man oft rund um die Uhr beschäftigt. Da kann es leicht passieren, dass die eigene Gesundheit vernachlässigt wird. Ich hoffe, durch den Fokus der Show viele daran zu erinnern, sich Zeit zu nehmen, um auf sich und auch aufeinander zu achten“, sagte Rachel Coates zu Beginn der Show der Presse. Sie weiß, wovon sie spricht. 2024 als erste Frau in der 186 Jahre langen Geschichte der Schau zur Direktorin gewählt, bewirtschaftet sie mit ihrer Familie einen Milchviehbetrieb in West Yorkshire. Um nach einem Armbruch wieder fit zu werden, entdeckte sie für sich das Krafttraining und besucht seitdem regelmäßig ein Fitnessstudio. „Früher hieß es, wenn man Zeit für das Fitnessstudio hat, dann arbeitet man nicht hart genug. Doch eine Stunde im Studio und mein Kopf ist frei.“

Rachel Coates ist froh, dass die körperlichen, aber auch mentalen Herausforderungen in der Landwirtschaft inzwischen eine größere Beachtung finden. Sie begrüßte die Initiativen „zur Förderung von Fitness und Wohlbefinden“ in der Landwirtschaft während der Show. Die Besucher sollten angeregt werden, darüber nachzudenken, wie sie am besten auf ihre Gesundheit achten können, von einfachen Übungstipps und Podiumsgesprächen bis hin zu kostenlosen Gesundheitschecks für Landwirte. Dabei ging es nicht nur um einen gesunden Körper, sondern auch um eine gesunde Psyche.

Mehr in LZ 38-2025 ab S. 50.

Petra Jacob