10.07.2024

Hausschweine in Hessen mit ASP infiziert

Foto: imago/Frank Sorge

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist jetzt auch in einem hessischen Hausschweinebestand nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um einen Kleinstbetrieb mit neun Schweinen bei Biebesheim am Rhein im Kreis Groß-Gerau. Wie das Landwirtschaftsministerium am Montag in Wiesbaden mitteilte, bestätigte der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) den Verdacht. Daraufhin wurden die Tiere getötet. Rund um den Betrieb werden nun eine Schutzzone mit einem Radius von 3 km sowie eine Überwachungszone mit einem Radius von 10 km eingerichtet. Das betroffene Gebiet reicht auch nach Rheinland-Pfalz. In der Zone befinden sich dem Ministerium zufolge auf hessischer Seite insgesamt rund 3 500 Schweine. Der erste ASP-Fall war in Hessen Mitte Juni bei einem Wildschwein im selben Kreis wie jetzt die Hauschweininfektion festgestellt worden. Seitdem findet in der Region eine groß angelegte Kadaversuche statt. Bislang wurden dabei 15 ASP-Fälle entdeckt.

Derweil hat die ASP jetzt auch Rheinland-Pfalz erreicht. Wie das zuständige Mainzer Umweltministerium am Dienstagabend mitteilte, ist bei einem der Wildschweine, die am 6. Juli in Gimbsheim im Landkreis Alzey-Worms gefunden wurden, auch die Bestätigungsuntersuchung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) positiv ausgefallen. Damit bestätigte sich das Ergebnis der ersten Beprobung vom 8. Juli durch das Landesuntersuchungsamt (LUA). Die Kreisverwaltung Alzey-Worms hatte bereits Ermittlungen zu den tot aufgefundenen Wildschweinen aufgenommen und eine Expertenfachgruppe auf Kreisebene einberufen.

Außerdem gibt es dem Ministerium zufolge einen weiteren ASP-Verdachtsfall nach Erstuntersuchung durch das LUA, und zwar bei einem toten Wildschwein in Oppenheim aus dem Landkreis Mainz-Bingen. Damit wäre möglicherweise der zweite Landkreis in Rheinland-Pfalz betroffen. Der Landkreis liegt innerhalb der Restriktionszone nach den ersten ASP-Funden in Hessen. Innerhalb des Kreises wird ebenfalls nach Wildschweinkadavern mit ausgebildeten Suchhunden und Drohnen mit Wärmebildkameras gesucht.