07.02.2024

Herausfordernd: Andüngung von Wintergetreide

Foto: Holger Fechner

Mit Blick auf den Kalender wird es Zeit, sich über die Andüngung des Wintergetreides Gedanken zu machen. Selten war es aber aufgrund der vorliegenden Rahmenbedingungen so komplex, sich über den pflanzenbaulich passenden Zeitpunkt, die Strategie und die jeweils anzusetzenden Mengen im Klaren zu sein. Vor welchen Herausforderungen die Landwirtinnen und Landwirte dieses Jahr stehen, erläutert Holger Fechner, Landwirtschaftskammer NRW.

Aus düngerechtlicher Sicht ist das Ende der Sperrfrist für die Anwendung von Düngemitteln mit einem wesentlichen Stickstoffgehalt maßgeblich. Diese ist zum 1. Februar ausgelaufen. Jedoch gilt nach Düngerecht auch, dass die Böden aufnahmefähig sein müssen und deshalb auch nicht gefroren, schneebedeckt oder mit Wasser gesättigt sein dürfen.

Die sehr hohen Niederschläge der vorangegangenen Monate haben dazu geführt, dass alle Böden wassergesättigt sind. Zum Teil stehen noch ganze Seen auf den Flächen. Dort, wo das Wasser bereits länger stand, ist das dem Aufwuchs teilweise auch schon durch Gelbfärbung anzusehen. Mitunter sind Teilflächen nicht mehr zu retten und eine Neuansaat, dann mit einer Sommerung, muss in Erwägung gezogen werden. Das werden aber erst die nächsten Wochen zeigen, wenn feststeht, in welchen Bereichen die Pflanzenwurzeln tatsächlich abgestorben sind.

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