30.09.2026

Klimaschäden: bis zu 36 Mrd. € jährlich

Die Witterungsextreme des diesjährigen Sommers haben in Deutschland hohe volkswirtschaftliche Schäden verursacht. Das hat Prof. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgehoben. Laut der Wirtschaftswissenschaftlerin beziffert eine aktuelle Studie die Kosten auf 36 bis 42 Mrd. € und damit auf etwa 0,8 bis 0,9 % der jährlichen Wirtschaftsleistung. „Die tatsächlichen Kosten dürften noch weit höher liegen, weil zahlreiche ökologische und indirekte Folgeschäden bislang nicht vollständig beziffert werden können“, sagte Kemfert vergangene Woche auf der Pressekonferenz zum Abschluss des ExtremWetterKongresses in Hamburg.

Nach Angaben der Wissenschaftlerin sind in Deutschland im Zeitraum von 2000 bis 2021 mindestens 145 Mrd. € an Klimaschäden entstanden, davon allein 80 Mrd. € seit 2018. Laut Kemfert schätzt das DIW, dass die kumulierten Schäden in Abhängigkeit vom weiteren Verlauf des Klimawandels bis 2050 zwischen 280 und 900 Mrd. € liegen werden. Das bedeute volkswirtschaftliche Schäden von bis zu 36 Mrd. € pro Jahr, sollten Klimaschutzmaßnahmen nicht ausreichend umgesetzt werden, warnte Kemfert. Die Klimakrise sei längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr, sondern habe „eine enorme ökonomische Schadensbilanz“. Klimaschutz und Klimaanpassung seien deshalb keine Belastung, sondern Investitionen in wirtschaftliche Stabilität, in Sicherheit und in Wettbewerbsfähigkeit.


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