Kommission auf Kurs
Agrarkommissar Hansen: Brüssel hat geliefert
Ein Jahr nach der Präsentation ihrer agrarpolitischen Vision zur Zukunft der Landwirtschaft in der Europäischen Union sieht sich die EU-Kommission auf Kurs. Das zeigt ein Brief, den Agrarkommissar Christophe Hansen anlässlich des Jahrestages an die Landwirtschaftsminister der EU verschickt hat. Nach seiner Einschätzung hat die Brüsseler Behörde in allen Bereichen geliefert oder befindet sich in den Vorbereitungen dafür.
Im Zentrum der Vision stehe eine einfache, aber grundlegende Prämisse: Ohne angemessene und stabile Einkommen werde es 2040 keine Landwirte mehr geben, schreibt Hansen. Unterstützung durch die öffentliche Hand bleibe somit unerlässlich. Vor diesem Hintergrund verweist der Agrarkommissar auf die Vorschläge für die Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027. Mit dem Mindestbudget für die Einkommensunterstützung habe die EU-Kommission sichergestellt, dass auch in der kommenden Förderperiode bedeutende finanzielle Mittel für die GAP bereitgestellt würden.
Klargestellt wird in der Vision laut Hansen auch, dass intakte Ökosysteme die Grundlage der Landwirtschaft darstellen. Gesunde Böden, die Verfügbarkeit von Wasser und die Anpassungen an den Klimawandel seien keine externen Beschränkungen, sondern Voraussetzung für den langfristigen Erhalt der Produktivität, betont der Kommissar. Hier verweist er auf Maßnahmen zur Förderung von biologischen Pflanzenschutzmitteln und alternativen Wirkstoffen sowie Möglichkeiten zur Entlohnung von Umweltleistungen. Entsprechend geliefert hat Brüssel laut dem Agrarkommissar durch die GAP-Vorschläge sowie das Vereinfachungspaket für Lebens- und Futtermittelrecht. Zudem werde eine Wasserresilienzstrategie erarbeitet und auch die Zertifizierung im Bereich des Carbon Farming werde vorangetrieben.
AgE

