29.07.2026

Lage erfordert Entlastungen

Foto: imago/Ralph Peters

Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht angesichts des wachsenden wirtschaftlichen Drucks auf die Betriebe die Bundesregierung gefordert. „Wir brauchen eine spürbare Steuerentlastung beim Diesel und die zügige Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage“, erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied. Er verwies auf die aktuellen Erntezahlen der Landesbauernverbände, die deutliche Ertragseinbußen bei wichtigen Ackerkulturen erwarten ließen.

Seinen Ausführungen zufolge treffen hohe Kosten für Diesel und Düngemittel die Betriebe unmittelbar in der laufenden Produktion: „Wer Versorgungssicherheit und eine leistungsfähige heimische Landwirtschaft will, muss die Betriebe wirtschaftlich handlungsfähig halten.“ Deshalb sei eine Entlastung beim Diesel bis Ende November erforderlich. Zudem besteht der Verband da­rauf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte steuerfreie Risikoausgleichsrücklage einzuführen. Rukwied bezeichnete die Risikoausgleichsrücklage als wichtigen Baustein, um Betriebe in Krisenjahren zu stabilisieren.

Nach DBV-Angaben bestätigen die neuesten Zahlen die bisherigen Ernteschätzungen. Während die Wintergerste noch ein durchschnittliches Ergebnis erreiche, zeigten sich bei Winterweizen und Raps deutliche Rückgänge. Besorgt zeigt sich der DBV auch über die Situation im Futterbau. Ausbleibende Niederschläge auf Grünland- und Futterbauflächen ließen in vielen Regionen Engpässe bei der Versorgung der Tiere im kommenden Winter befürchten. Als angespannt stuft der Verband die aktuelle Lage bei Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln ein.

AgE


Werbung

 

 

Service

Das Landfrauentelefon