Mit Auswahl zum Erfolg
Warum die Arten- und Sortenwahl im Grünland entscheidend und letztlich auch mit dem betriebswirtschaftlichen Erfolg verknüpft ist, erklären Hubert Kivelitz und Martin Hoppe, Landwirtschaftskammer NRW.
Züchtung ist – besonders in Zeiten des Klimawandels – der Schlüssel, um das Ertragspotenzial eines Standorts nachhaltig auszuschöpfen und abzusichern. Dies umfasst kontinuierliche Verbesserungen der Resistenzen und Toleranzen gegenüber Krankheiten, Schädlingen und Witterungseinflüssen sowie gegenüber qualitätsbestimmenden Eigenschaften. Zuchtfortschritt trägt daher auch dazu bei, die natürlichen ertrags- und qualitätsmindernden Effekte abzumildern und in günstigen Lagen und Jahren Ertrags- und Qualitätssteigerungen zu realisieren.
Der Gesetzgeber hat mit dem Saatgutverkehrsgesetz den ständigen Druck zur weiteren züchterischen Verbesserung gesetzt, da neue landwirtschaftliche Sorten einen landeskulturellen Wert aufweisen müssen. Diesen Wert besitzt eine Sorte, wenn sie in der Gesamtheit ihrer wertbestimmenden Eigenschaften gegenüber den zugelassenen Vergleichssorten eine deutliche Verbesserung für den Pflanzenbau, die Verwertung des Ernteguts oder dessen Erzeugnisse erwarten lässt. Dies wird vor ihrer Zulassung im Rahmen der Wertprüfungen durch das Bundessortenamt ermittelt. Die Landessortenprüfungen für Futterpflanzenarten in den Bundesländern und die speziellen Grünland-Ausdauerprüfungen regionalisieren anschließend das Sortenranking weiter.
Mehr in LZ 10-2026 ab S. 18.

