Spart Zeit, Nerven und Kraft
Die Kühe wollen nicht in den Klauenstand, oder die Rindergruppe sträubt sich dagegen, verladen zu werden. Aktionen, bei deren Ende Tiere und Menschen gleichermaßen gestresst sind. Einfacher geht es mit Low Stress Stockmanship. Wie das funktioniert, lernten Tierhalter in einem Seminar in Haus Riswick, von dem Agrarjournalistin Annegret Keulen berichtet.
Situationen, in denen Tiere ohne Plan, aber mit viel Manpower von A nach B bugsiert werden sollten, hat auch Referent Philipp Wenz am Beginn seiner beruflichen Karriere als Mitarbeiter in verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben erlebt: „Ich erinnere mich an einen großen Mutterkuhbetrieb, in dem wir beim Sortieren, Treiben und Aufladen der Rinder den ganzen Tag gegen statt mit den Tieren gearbeitet haben“, berichtete er. Das sollte besser gehen, weshalb Philipp Wenz Seminare bei Bud Williams, dem Entwickler der Low-Stress-Stockmanship-Methode (LSS), in den USA belegte. Der 1932 geborene Amerikaner hat Tiere in bestimmten Situationen genau beobachtet, die Situationen analysiert, Regelmäßigkeiten bei den Reaktionen seiner Tiere entdeckt und daraus LSS abgeleitet.
Mehr in LZ 18-2026 ab S. 39.
