Strohabfuhr 2025
Aufgrund des knappen Angebots haben die Strohpreise im vergangenen Jahr einen deutlichen Aufschwung erlebt. Viele Betriebe entscheiden sich deshalb auch in der laufenden Ernte dazu, das Stroh abzufahren. Dr. Thomas Böcker, Landwirtschaftskammer NRW, beschreibt die anfallenden Kosten beim Strohverkauf.
Erzeuger sollten ihre Kosten kennen, um einen angemessenen Preis auszuhandeln. Mit der deutlich besseren neuen Ernte sind die Erzeugerpreise ab Feld zwar wieder gesunken, aber aufgrund leerer Lager ist der Bedarf trotz sinkender Viehzahlen groß. Die Stroherträge zeigen sich zwischen den Flächen und Betrieben sehr uneinheitlich, wobei sicherlich agronomische Aspekte wie die Bodengüte, die Sortenwahl, der Saatzeitpunkt und die Einkürzungsstrategie eine Rolle spielen – und ebenso die Frage, ob das Stroh noch gewendet werden muss.
Dabei fallen nicht nur Kosten für das Pressen an, sei es durch ein Lohnunternehmen oder in Eigenregie, sondern auch für den Nährstoffentzug. Hinzu kommen möglicherweise Kosten für das Wenden, Laden, Transportieren und Lagern. Flächenkosten werden hier in den eigenen Berechnungen aber nicht berücksichtigt, da Stroh üblicherweise als Nebenprodukt des Getreideanbaus angesehen wird. Falls doch Flächenkosten einbezogen werden sollen, könnte man diese entsprechend den Erlösanteilen zwischen Korn und Stroh aufteilen.
Mehr in LZ 31-2025 ab S. 18.
