25.03.2026

Studie zur mentalen Gesundheit

Foto: imago/YAY Images

Die Agrar­minister der Länder nehmen die psychische Gesundheit der Landwirte und Winzer stärker in den Blick. Sie haben den Bund aufgefordert, bis zur AMK im Frühjahr 2027 eine bundesweite Studie zum Thema Suizid und mentale Gesundheit in der Landwirtschaft durchzuführen und zu finanzieren. Sie versprechen sich davon Erkenntnisse über die Notlagen und über die psychischen Belastungen der Landwirte und Winzer. Die Studie soll als Grundlage für Unterstützungsangebote und weiterführende präventive Maßnahmen dienen.

Zugleich sollen im Rahmen dieser Studie die wesentlichen Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen analysiert werden, die zu psychischen Belastungen im Bereich der Landwirtschaft beitragen. Beleuchtet werden sollen dabei neben wirtschaftlichen, klimatischen, sozialen, persönlichen und bürokratischen Aspekten auch gesellschaftliche und betriebsstrukturelle Entwicklungen.

Die Agrar­ministerkonferenz betont, dass es bislang hierzulande keine Studien zu den psychischen Pro­blemen und Notlagen in der Landwirtschaft gibt. Die Minister halten die Erhebung solcher Daten für die weitere Arbeit und für die konkrete Bedarfsermittlung gleichwohl für unerlässlich. Nach den Worten von Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk geht es da­rum, hinter der Arbeit der Landwirte und Winzer nicht nur die harten Fakten zu sehen, sondern auch die Menschen und die Familien in den Mittelpunkt zu rücken.

Baden-Württemberg hat mit dem Projekt „InVerantwortung“ eine Initiative gestartet, um persönlichen und betrieblichen Krisen von Landwirten vorzubeugen und gegebenenfalls Hilfe zu organisieren. Ziel dabei ist es, Landwirte in schwierigen Situationen zu unterstützen. Dazu hat Baden-Württemberg als erstes Land ein flächendeckendes Präventionssystem eta­bliert, bei dem betroffenen Landwirten niedrigschwellige Anlaufstellen bereitgestellt werden. Dabei wirken neben dem Agrar­ressort auch verschiedene Verbände und Partner mit.

AgE