Nicht immer eine Kleinigkeit
Bei Wühlschäden von Schwarzwild auf Grünland sind außer dem Ertragsverlust vor allem die Diskussionen über die Wiederherstellungskosten eine „never ending story“. Warum das so ist, beschreibt Dr. Mathias Schindler, Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Falls der Landwirt es noch nicht selbst entdeckt haben sollte, kommt entweder ein Anruf oder eine kurze Nachricht inklusive Foto mit Inhalten wie: „Hast du schon gesehen? Auf der Fläche war Schwarzwild mal wieder aktiv.“ Dann stehen oft angeregte Diskussionen mit den Jagdpächtern bevor.
An dieser Stelle beginnt schon die Kostenrechnung für den Schaden. Der reine Ertragsschaden ist dank der einschlägigen Tabellenwerte der Agrarverwaltungen oft schnell und einvernehmlich ermittelt. Aber oft geht der Schaden weit darüber hinaus, denn die Rechnung muss mit den Kosten für eventuelles Hinfahren beginnen, gefolgt vom administrativen Regulierungsaufwand mit oft mehreren Telefonaten oder Textnachrichten. Das kann man gratis machen oder mittels einer Pauschale ausgleichen. Aufwendig wird es, wenn dann eine mechanische Wiederherstellung der Grasnarbe erforderlich wird und zu den Technikkosten kommt.
Mehr in LZ 13-2026 ab S. 33.
