04.02.2026

Trends in der Gülletechnik

Foto: Alexander Czech

Die Düngesaison steht trotz politischer Turbulenzen in den Startlöchern. Im Bereich der Ausbringtechnik flüssiger Wirtschaftsdünger haben sich in den letzten Jahren unterschiedliche Trends durchgesetzt, einige sind bisweilen angekündigt. Welche technischen Weiterentwicklungen und Neuerungen der Markt bereithält, weiß ­Alexander Czech, Landwirtschaftskammer NRW.

Auf vielen Betrieben freut man sich auf „Güllesilvester“, den Beginn der Düngesaison. Innerbetrieblich startet dann meist das Ackerbaujahr nach der Winterpause.

Der vierte, im Dezember 2025 von der Landwirtschaftskammer NRW vorgestellte Nährstoffbericht zeigt deutlich: Die Summe der ausgebrachten Nährstoffe ist in den vergangenen zehn Jahren eindeutig gesunken. Dies gilt sowohl für die mineralische wie auch für die organische Düngung mit Gülle und Gärresten. Ausschlaggebend hierfür sind vor allem die rückläufigen Tierbestände und geringere Einfuhrmengen vornehmlich aus den Niederlanden, die ebenfalls mit abnehmenden Tierzahlen vor Ort zu erklären sind.

Die Mengen an Gärresten aus Biogas­anlagen sind aktuell ebenfalls leicht rückläufig. Ob dieses Niveau künftig gehalten werden kann, ist angesichts auslaufender Anlagen aus der EEG-Vergütung fraglich. Der Trend des geringeren Anfalls an flüssigem Wirtschaftsdünger scheint daher zunächst weiter anzuhalten. Umso wichtiger ist es, die zur Verfügung stehenden Mengen so gezielt und effizient einzusetzen wie möglich.

Mehr in LZ 6-2025 ab S. 38.