Bullerbü? Aber sicher!
Vom Traktor überfahren, im Silo erstickt, vom Heuballen erdrückt – immer wieder gibt es auf Bauernhöfen tragische Unfälle mit Kindern. Wie man das Risiko verringern kann, erklärte die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bei einem Seminar.
„Der Bauernhof ist ein toller Ort zum Erwachsenwerden. Aber er vereint Lebenswelt, Abenteuerspielplatz und Arbeitswelt“, betonte Peter Kratzer, Technische Aufsichtsperson des Dienstleistungszentrums (DLZ) Süd bei der SVLFG. Einerseits biete ein Hof viele Möglichkeiten, wie sich Kinder spielerisch entwickeln können, andererseits aber auch Berührungspunkte, wo es gefährlich werden kann. Wie Kratzer ausführte, rangiert die grüne Branche unter den Top 3, was die Unfallhäufigkeit angeht. Fast 100 tödliche Arbeitsunfälle meldete die Landwirtschaftliche Unfallversicherung 2024. „Und ja – da sind auch Kinder darunter“, betonte der Referent. Schwere oder tödliche Verletzungen bei Kindern gibt es vor allem beim Sprung oder Sturz vom Schlepper oder in Gruben und Becken sowie durch Überfahren. Die meisten Unfälle bei Kindern zwischen einem und 14 Jahren insgesamt ereignen sich in der Tierhaltung, vor allem in der Rinder- und Pferdehaltung, dicht gefolgt von Schleppern und der Feldarbeit. „Dramatische Unfälle beeinträchtigen das Leben der betroffenen Familien auf lange Zeit“, warnte Kratzer.
Gisela Ehret
Mehr lesen Sie in LZ 41 ab S. 60.
