Der Boom beim Konsum wird anhalten
Der Boom beim Geflügelfleischverzehr in Deutschland wird bis mindestens 2040 weitergehen. Das ist ein zentrales Ergebnis der „Roland Berger Geflügelstudie 2026“. Demnach zeigt die Modellierung bis 2040 ein jährliches Nachfragewachstum bei Geflügelfleisch von 2,1 bis 2,5 %, bei Hähnchen sogar von bis zu 3,4 %. Angesichts dieser Schätzung sei es notwendig, die heimische Produktion auszubauen. Aktuell reicht die Eigenerzeugung nicht aus, um den Bedarf zu decken: Der Selbstversorgungsgrad liegt bei 91 %. Um die wachsende Nachfrage künftig stärker aus dem Inland zu bedienen, wären laut Studie bis 2040 jährlich 130 bis 180 neue Hähnchenställe sowie zusätzliche Kapazitäten in Schlachtung und Verarbeitung erforderlich. Die Voraussetzungen für Investitionen seien grundsätzlich gut, heißt es in der Studie weiter. Seitens der Politik müssten jedoch die Rahmenbedingungen stimmen. Gefordert werden der Abbau von Bürokratie sowie vereinfachte und beschleunigte Genehmigungsverfahren. Wichtig sei zudem eine lückenlose Herkunftskennzeichnung, um die hohen deutschen Standards im Wettbewerb sichtbar zu machen.
AgE
