Es gibt noch viel zu tun
Erkenntnisreiche Auftaktveranstaltung „Frauen und Parität“ des Rheinischen LandFrauenverbandes (RhLV)
„Lieber gleichberechtigt als später!“ Dieser viel zitierte Spruch der Frauenbewegung trifft das Jahresthema 2026 „Frauen und Parität“ des RhLV sehr gut. Zwar hat sich in puncto Gleichstellung in den letzten Jahrzehnten schon einiges getan, aber es gibt noch erschreckend viele Gendergaps, wie der Gastvortrag von Elke Ferner bei der Online-Auftaktveranstaltung letzten Donnerstag offenbarte.
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Das steht im Grundgesetz, Artikel 3, Absatz 2“, erinnerte RhLV-Präsidentin Jutta Kuhles einleitend. „Frauen und Parität“ ist das zweite Jahresthema innerhalb der mehrjährigen Reihe „Freiheiten wahrnehmen – Verantwortung übernehmen“ des Rheinischen LandFrauenverbandes. „Für uns ist das ein unglaublich wichtiges Thema und wir Landfrauen werden uns auch 2026 wieder für Chancengleichheit und Parität einsetzen. Frauenpolitik heißt, gleichberechtigte Teilhabe sichern!“ Das Thema ist facettenreich, in vielen Bereichen sind Frauen immer noch benachteiligt. Genauso bedeutsam wie die Frauenpolitik sei es aber auch, genügend Frauen in die Politik zu bekommen, betonte Kuhles. Nur circa 30 % der Mandate auf Kreisebene seien von Frauen besetzt und auch im Bundestag liege der Frauenanteil aktuell bei knapp 33 %. Dies habe oftmals strukturelle Gründe, aber es sei nun mal wichtig mitzureden, um die Belange von Frauen zu stärken.
as
Mehr in LZ 3-2025 ab S. 48.
