03.09.2025

Gute Maissilage erzeugen

Foto: Dr. Klaus Hünting

Lokal sehr unterschiedliche Niederschlagsmengen in den vergangenen Monaten haben dafür gesorgt, dass lokal die Maisbestände schon sehr weit abgereift sind und die Ernte begonnen hat. Informationen rund um die Maissilierung gibt Dr. Klaus Hünting, Landwirtschaftskammer NRW.

Maisflächen, die von der Trockenheit stark betroffen sind, sollten nicht stehen bleiben, bis im Korn der anzustrebende Trockenmasse(TM)-Gehalt von 60 % erreicht ist. Mit der Ernte sollte begonnen werden, wenn die unteren Blätter bis auf Höhe des Kolbens welk geworden sind. Handelt es sich nur um partielle Trockenheit innerhalb eines Schlags, so ist abzuwägen, ob der vitale oder der trockene Teil überwiegt. Bei höherem vitalen Teil ist mit der Ernte zu warten, bis die Stärkeeinlagerung im Kolben abgeschlossen ist. Dieser Zeitpunkt ist erreicht, wenn bei Körnern aus der Kolbenmitte beim Zerquetschen keine Flüssigkeit mehr austritt.

Neben der schlagspezifischen Kontrolle sind die wöchentlichen Abreifeuntersuchungen der Landwirtschaftskammer NRW eine wertvolle Orientierungshilfe zur Bestimmung des richtigen Erntezeitpunkts. Schläge mit nennenswerten Anteilen vertrockneter Pflanzen sind bei der Erntereihenfolge gegebenenfalls so zu berücksichtigen, dass sie als Erstes gehäckselt und in der unteren Hälfte des Silos eingelagert werden, um eine ausreichende Verdichtung sicherzustellen.

Mehr in LZ 36-2025 ab S. 30.