03.09.2025

Katastrophaler ASP-Ausbruch

Foto: imago/Scanpix

In Estland spitzt sich die Krise in der Schweinehaltung wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) weiter zu. Wie die estnische Agrar- und Lebensmittelbehörde (PTA) am Donnerstag vergangener Woche mitteilte, wurde das Virus auf zwei weiteren Betrieben im Land nachgewiesen. Demnach ist in einem der Fälle ein separater Abferkelstall des landesweit größten Schweinehalters EKSEKO, betroffen. Laut der zuständigen Behörde müssen allein auf diesem Betrieb 27 000 Tiere gekeult werden. Den zweiten Ausbruch gab es auf einem Betrieb mit rund 1 500 Schweinen. Die Zuchtschweine von EKSEKO versorgen laut Angaben der PTA rund 45 % der gesamten estnischen Schweineproduktion mit Jungtieren. In Estland mussten in diesem Jahr damit bereits knapp 55 000 Schweine gekeult werden. Somit hat das kleine baltische Land bereits etwa ein Fünftel des gesamten Schweinebestandes eingebüßt. Zudem wurde die ASP bei inzwischen 125 Wildschweinen diagnostiziert. „Unsere vorrangige Aufgabe ist es, das Überleben der Schweinefarmen zu sichern“, erklärte der estnische Landwirtschaftsminister, Hendrik Johannes Terras. Jenen Betrieben, deren gesamter Bestand vernichtet wurde, müsse nun beim Wiederaufbau ihrer Herden geholfen werden. Er setze sich dafür ein, dass aus dem Staatshaushalt Mittel für die Anschaffung neuer Jungtiere bereitgestellt werden. Der Ausschuss für ländliche Angelegenheiten des estnischen Parlamentes, dem Riigikogu, sprach sich zudem bei einer außerordentlichen Sitzung für eine deutliche Erhöhung der Jagdquoten für Wildschweine aus, um die ASP in den Griff zu bekommen.

AgE