Heimat-Agenda vorgestellt
Rainer setzt auf „Mutmacher statt Miesmacher”
Der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer will einer fortschreitenden Spaltung in der Landbevölkerung entgegenwirken. Dazu beitragen soll eine aktive Heimatpolitik, die der CSU-Politiker am Donnerstag der Vorwoche im brandenburgischen Chorin vorgestellt hat. Das Herzstück seiner Heimat-Agenda mit dem Titel „Miteinander ist es Heimat“ sind für Rainer Heimat-Dialoge. Dabei sollen Fachleute seines Hauses verstärkt das Gespräch mit den Menschen vor Ort suchen, um gemeinsam Lösungen für bestehende Probleme zu entwickeln: „Wir gehen dorthin, wo man uns braucht, etablieren verbindliche Formate und gehen dann direkt in die Umsetzung.“
Rainer wandte sich entschieden gegen Versuche von interessierten Kreisen, das Land schlecht zu reden. Er setze „auf Mutmacher statt auf Miesmacher“. Im Rahmen seiner Heimatpolitik werde man Leuchttürme erfolgreicher ehrenamtlicher Arbeit präsentieren, die es in großer Zahl gerade auf dem Lande gebe. Man wolle von den Engagierten vor Ort lernen und ihnen zugleich den Rücken stärken. Für sie wolle man Freiräume zum Handeln schaffen, unnötige Bürokratie abbauen und Entscheidungen dort ermöglichen, wo sie wirkten.
Der Minister räumte ein, dass es kein zusätzliches Geld für die Heimatpolitik seines Hauses geben wird. Im Gegenteil, die geforderten Einsparungen in der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) würden den finanziellen Spielraum weiter einengen. Unverzichtbar ist für Rainer die LEADER-Förderung. Aber auch die wird ihm zufolge aller Voraussicht nach in der nächsten Förderperiode Federn lassen müssen.
AgE/ds
Mehr in LZ 30-2026 ab S. 9.
