Soja – eine Alternative im Klimawandel?
Wie sich Sojabohnen erfolgreich anbauen und verwerten lassen, konnten Interessierte bei einer Feldbegehung am 4. August auf dem Jägerhof in Jüchen erfahren. Sarina Hertel, Landwirtschaftskammer NRW, gibt dazu einen Überblick.
Vor acht Jahren hielt die Sojabohne Einzug auf dem Jägerhof. „Mein Vater stellte mir damals 3 ha Acker für mein Projekt zur Verfügung“, erzählte Elmar Steinfarz, der inzwischen den Betrieb leitet. In den darauffolgenden Jahren wurde viel Erfahrung gesammelt – mit Höhen und Tiefen. Von diesen berichtete der Betriebsleiter bei der Feldbegehung gemeinsam mit LeguNet.
Wichtig ist die Planung der Fruchtfolge. Die Leguminose sollte bestenfalls nach einer Kultur stehen, die wenig Stickstoff (N) hinterlässt, um möglichst viel N durch die Rhizobien zu fixieren. Damit N, den die Sojabohne nach der Ernte hinterlässt, optimal genutzt werden kann, empfiehlt sich ein Wintergetreide als Nachfrucht. Auf dem Jägerhof folgte die Bohne auf Körnermais, als Folgefrucht ist Winterhafer geplant. Gedüngt hatte Steinfarz ausschließlich 200 kg Kali/ha.
Die richtigen Bedingungen zur Aussaat
In diesem Jahr fand die Aussaat sehr stark verzögert statt. Die kühle Witterung im Frühjahr hatte den Boden zunächst nicht ausreichend erwärmt. Dieser sollte bei der Aussaat von Sojabohnen mindestens 8 °C haben. In Jüchen wurde die Bohne daher erst am 28. Mai in Einzelkornsaat mit Reihenabständen von 50 cm ausgesät.
Allerdings folgte danach wieder eine kühle Phase, was zu einem verzögerten Auflaufen der Pflanzen führte. Während dieser Zeit ist die Sojabohne sehr anfällig für Vogelfraß. Auch die Verunkrautung während der Jugendentwicklung ist ackerbaulich relevant. Der Pflanzenschutz wurde mit Proman und Centium durchgeführt. Die Behandlung führte zu einem sehr sauberen Bestand.
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