01.04.2026

Wachsender Trend zu Bio- und Freilandeiern

Foto: Landwirtschaftskammer NRW, Maria Forstreuter-Wick

Die Eierproduktion in NRW legt weiter zu. Landwirte setzen verstärkt auf Freiland- und Biohaltung. Dennoch kommen die meisten Eier aus der Bodenhaltung. Niedersachsen ist bundesweit mit Abstand der größte Eierproduzent, NRW folgt an zweiter Stelle. Im Nordwesten Deutschlands werden etwas mehr als die Hälfte aller bundesweiten Eier erzeugt. Jürgen Boerman und Ulrike Lemke, Landwirtschaftskammer NRW, kennen die aktuellen Zahlen.

Im letzten Jahr nahm die Anzahl der Lege­hennenhalter mit mindestens 3 000 Haltungsplätzen auf 305 Einheiten ab. Das sind acht weniger als im Vorjahr. Dagegen wurden 2,7 % mehr Eier produziert. Neben einer auf rund 289 Eier je Legehenne gestiegenen biologischen Leistung führte insbesondere der höhere Gesamtbestand an Legehennen zu größeren Stückzahlen bei den Eiern. 2025 versorgte ein Halter etwa 16 660, im Jahr zuvor lag der Durchschnittsbestand bei rund 16 030 Hennen. In der Bodenhaltung und in der Haltung in ausgestalteten Käfigen sind die Tierbestände mit durchschnittlich etwa 18 000 Hennen je Halter deutlich größer als in der ökologischen und Freilandhaltung, wo ein Halter im Schnitt etwas weniger als 8 000 Tiere betreut.

Mit zunehmendem Trend zu den Haltungsformen „Freiland“ und „ökologische Erzeugung“ sank im Verlauf der Jahre die Anzahl der Hennen je Halter. Dies ist unter anderem auf die zunehmend kleineren Einheiten dieser beiden Haltungsformen mit Auslauf zurückzuführen. Zwischen 2015 und 2021 lag der durchschnittliche Tierbestand je Halter in NRW noch bei rund 18 000 Hennen. In den letzten Jahren hat sich dieser Durchschnitt jedoch auf ein etwas niedrigeres Niveau eingependelt.

Mehr in LZ 14-2026 ab S. 26.