18.08.2026

Winterweizen: Hitze kostete Ertrag

Foto: Johannes Roeb

Die Anbaufläche in NRW für Winterweizen zur Ernte 2026 blieb mit etwa 236 000 ha gegenüber dem Vorjahr stabil. Johannes Roeb und Heinz Koch, Landwirtschaftskammer NRW, bewerten die Ernte, berichten über die Landessortenversuche und empfehlen Sorten.

Die durchschnittlichen Erträge fielen, vor allem aufgrund der großen Hitze im Juni, deutlich schwächer aus. Marktfruchtbetriebe profitierten von den relativ hohen Proteingehalten. Besonders frühe Sorten erzielten gute Ergebnisse. Die aktuellen Sortenempfehlungen bleiben überwiegend konservativ, werden aber durch zwei in­te­res­sante Neuzulassungen ergänzt.

Gebremste Entwicklung

Die letztjährige Aussaat des Winterweizens erfolgte oft unter guten Bedingungen und zu normalen Terminen. Der trockene Herbst begünstigte eine gute Wurzelentwicklung. Nur in der kleinen Region zwischen Viersen, Düren und Köln waren die Böden in diesem Zeitraum relativ nass und die Aussaat oft erst verspätet möglich. Der Winter verlief ohne besondere Vorkommnisse und war weder besonders kalt noch reich an Niederschlägen. Das daraus resultierende Wasserdefizit wirkte sich mit beginnender Vegetation vor allem in den westfälischen Anbaugebieten negativ aus.

Abhängig vom Standort blieben viele Bestände trotz relativ warmer Temperaturen in der Entwicklung zurück, da die im Bo­den gebundenen Nährstoffe nur lang­sam mobilisiert wurden. Die ab April geringeren Temperaturen bremsten die Entwicklung. Gleichzeitig setzten aber ausreichende Niederschläge so viel Stickstoff frei, dass sich auch schwächer entwickelte Bestände landesweit relativ stark angleichen konnten.

Mehr in LZ 34-2026 ab S. 18


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